Gesunder Boden

Den Boden ernähren

Durch schonende Bearbeitung des Bodens, Gründüngung und Ausbringung von organischen Hofdüngern wie Stallmist, Kompost, Jauche und Gülle wird der Humusgehalt des Bodens gefördert, der als Lebensgrundlage für das Bodenleben (Mikroorganismen, Insekten und Regenwürmer) dient. Der Regenwurm zieht Ernterückstände unter die Bodenoberfläche und reichert die von ihm verzehrte Erde bis zum 10-fachen Wert mit pflanzenverfügbarem Kalium, Phosphor und Stickstoff an. Das Bodenleben stellt so der Pflanze die Nährstoffe für ihr Wachstum bedarfsgerecht und dem Jahreslauf entsprechend zur Verfügung. Im Gegensatz dazu wird die Pflanze bei mineralischer Düngung kurzfristig mit Nährstoffen überschwemmt. Einerseits wird dadurch die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegenüber Krankheiten und Trockenperioden geschwächt, andererseits werden überschüssige Nährstoffe ausgewaschen und belasten so Flüsse, Seen und Grundwasser.

In der Natur sichert eine große Vielfalt an Tieren und Pflanzen ein stabiles Ökosystem. Der Biobauer macht sich dieses Vorbild zu Nutze und achtet darauf in und um seine Wiesen und Felder genügend Lebensraum für Nützlinge zu erhalten. Beikräuter wie Kornblume und Klatschmohn bekommen wieder ihren Platz in unserer Landschaft.

Eine reichhaltige Fruchtfolge verhindert, dass Schädlinge und Unkräuter, die auf eine bestimmte Frucht spezialisiert sind, überhand nehmen (können).

Leguminosen, wie z.B.: Erbsen, Klee und Luzerne, sind entscheidender Bestandteil jeder Bio-Fruchtfolge:

Sie gehen in ihren Wurzeln eine Symbiose mit Bakterien ein, die Stickstoff aus der Luft binden. Dieser für alle Pflanzen wichtige Nährstoff wird auf diese Weise im Boden angereichert und steht auch nachfolgenden Kulturen zur Verfügung.

Dieser Text wurde von Bio Austria zur Verfügung gestellt.

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